Note: Either you do not have Adobe Flash Player installed on your computer or your Flash Version is outdated. You need Flash Player in order to view this item. Download Flash Player now.
Ein Karussell, zwei Kassenhäuschen, ein Cowgirl mit Pistole, viele Glühbirnen – gerade betraten wir den Kunstverein und befinden uns unversehens auf dem Jahrmarkt? Stephen Craig liebt Architekturen, die bald wieder verschwinden, Zweckbauten im wahrsten Sinne, die nur Hülle sind und keinen Ewigkeitsanspruch besitzen. Meist vermitteln sie eine klare Botschaft, sind plakativ und einfach gestaltet. Architektur auf Reisen – in den USA gibt es ganze Siedlungen, die morgen auf Tieflader irgendwo anders hin transportiert werden können. Craig vertritt einen utopischen Ansatz in der Architektur, wie ihn die Revolutionsarchitektur Ende des 18. Jahrhunderts in Frankreich oder Anfang des 20. Jahrhunderts in Russland visionär gestaltete. Hinzu tritt ein feiner Humor, der das Undenkbare für denkbar hält und das Denkbare ins Absurde zieht. Vielerlei Erinnerungen verknüpfen sich hier mit der Kunst und die Arbeiten verströmen eine magische Poesie. Willkommen in der wunderbaren Welt von Stephen Craig!
Text: Mannheimer Kunstverein